Aus Rot-Schwarz wird Rot-Schwarz. Aus Gusenbauer-Molterer wird Faymann-Pröll. Wer sonst noch so dabei ist, was mich überrascht hat, und was so alles passieren soll, möchte ich hier zusammenfassen und erläutern.
Von links nach rechts: Andreas Schieder (Staatssekretär – Finanzen), Alois Stöger (Minister – Gesundheit), Rudolf Hundstorfer (Minister – Soziales, Arbeit und Konsumentenschutz), Gabriele Heinisch-Hosek (Ministerin – Frauen und Öffentlicher Dienst), Werner Faymann (Bundeskanzler), Doris Bures (Ministerin – Verkehr, Innovation und Technologie), Norbert Darabos (Minister – Landesverteidigung und Sport), Claudia Schmied (Ministerin – Unterricht, Kunst und Kultur) und Josef Ostermayer (Staatssekretär – Koordination und Medien)
Von links nach rechts: Reinhold Lopatka (Staatssekretär – Finanzen), Johannes Hahn (Minister – Wissenschaft), Reinhold Mitterlehner (Minister – Wirtschaft, Familie und Jugend), Claudia Bandion-Ortner (Parteiunabhängige Ministerin – Justiz), Josef Pröll (Vizekanzler; Minister – Finanzen) [Im Portrait], Maria Fekter (Ministerin – Inneres), Michael Spindelegger (Minister – Äußeres), Nikolaus Berlakovich (Minister – Umwelt, Land-, Forst- und Wasserwirtschaft), Christine Marek (Staatssekretärin – Wirtschaft, Familie und Jugend)
Aus der Regierung Gusenbauer blieben somit auf SPÖ-Seite nur mehr Andreas Schieder, Werner Faymann, Doris Bures, Norbert Darabos und Claudia Schmied übrig. Die ÖVP beruft sich auf die Erfahrung von Johannes Hahn, Maria Fekter und Josef Pröll.
Auf 267 Seiten haben sich die beiden Koalitionspartner ein Programm niedergeschrieben. Hier kann man es auf der SPÖ-Seite und hier auf der ÖVP-Seite nachlesen. Die ÖVP hat hier darüber hinaus einfache Zusammenfassungen auf einer übersichtlichen Seite veröffentlicht.
Wirklich überrascht haben mich so einige Entscheidungen bei der Vergabe von Ministerposten. Die SPÖ hält nun alle reformwürdigen Ministerien (Gesundheit, Soziales, Infrastruktur, Verteidigung, Bildung), und die ÖVP alle staatstragenden (Inneres, Äußeres, Finanzen, Wirtschaft und Justiz). Josef Pröll hat durch die Nominierung, der durch die BAWAG-Gerichtverfahren berühmt gewordenen Frau Bandion-Ortner, welche selbst bei der Vorstellung des Teams mehrfach betonte, parteiunabhängig zu sein, womöglich so einigen Wind aus den Segeln genommen. Interessant ist zudem, dass die SPÖ beim Gesundheitsministerium auf den erfolgreichen Chef der OÖ-Gebietskrankenkasse, Alois Stöger, und beim Sozialministerium auf den Chef des ÖGB, Rudolf Hundstorfer, zurückgreift.
Schlussendlich bin ich froh, dass so rasch, und trotz so vielen Inszenierungen die Koalitionsverhandlungen und die Regierungsbildung erfolgreich waren. Dass das Regierungsprogramm in einigen Themen nur sehr schwamminge Ansätze vorzuzeigen hat, enttäuscht. Aber man kann jetzt … mit leichter Naivität, darauf hoffen, dass diese Regierung wirklich bis 2013 hält und gut arbeitet.











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