Die Massenhysterie legt sich scheinbar nie mehr wieder. Seit scheinbar mehr als einem Jahr höre ich nun schon jeden Tag das Wort Finanzkrise, und als würde eine Krise nicht schon genügen, wagt sich die Schweine- Mexikanische- Nordamerikanische- Neue Grippe aus den Startlöchern und verstopft die Panikporen der Menschen. Wohin mit unserer Angst?
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Gedanken zu globalen Krisen
Veröffentlicht 6. Mai 2009 Gesellschaft 1 CommentSchlagworte: Bürgerkrieg, Europa, Ewald Nowotny, Finanzkrise, Generation Krise, Globalisierung, H5N1, Influenza, Josef Pröll, Katastrophe, Krieg, Lobby, Luxus, mexikanische Grippe, Neue Grippe, Nordamerikanische Grippe, Pharma, Protest, Schweinegrippe, Turbokapitalismus, Weltgesundheitsorganisation, Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, WHO
Gaza – Und auf welcher Seite stehst du?
Veröffentlicht 19. Januar 2009 Gesellschaft 2 CommentsSchlagworte: Amerika, Österreich, Europäische Union, Gaza, Gedanken, Hamas, israel, Krieg, Militär, palästina, Protest, Robert Misik, Russland, Traum, UNO, Vereinte Nationen, Weltfrieden
Der neue Videocast von Robert Misik auf derstandard.at lässt mich jetzt, zu so später Stunde, noch einmal in die Tasten tippen. Er greift in diesem sehenswerten Video ein Thema auf, dass mir selbst schon vor einigen Tagen ungut auffiel. Denn, im Gegensatz zu all den Demonstrationen zum Irakkrieg 2002, in dem es einfach vor allem nur “Against war” ging, verläuft der aktuelle (eskalierte) Konflikt im Gaza-Streifen. In unzähligen Ländern gibt es Unterstützungsbekundungen für die Palästinenser und selbst ich wurde per Facebook zu einer Kundgebung eingeladen, um auf der Seite der Israelis zu stehen.
Dass österreichische Moslems und Juden natürlich zu einer Seite tendieren, verüble ich ihnen nicht einmal. Auch wenn es, aufgrund der Entfernung nicht wirklich nötig wäre. Aber dürfen wir Österreicher christlichen Glaubens (bzw. Atheisten) uns auf eine Seite der “Macht” stellen? Dürfen wir entscheiden, wer im Recht und wer im Unrecht ist?

Seit ich mich erinnern kann, gibt es im Gazastreifen einen Konflikt. Immer wieder artet er aus. Aber warum gehen die Menschen weltweit nicht auf die Straße um Frieden zu fordern. Um eine diplomatische Lösung mithilfe verschiedener Berater zu finden. Mit genug Anstrengung und auch einer gehörigen Einmischung der UN (auf welche ich schon seit Jahren warte), mit Druck der EU, Amerika, Russland und was weiß ich für einer Weltmacht, könnte man eine Lösung finden.
Was die beiden Völker verbindet, ist ihr tief verwurzelter Hass. Egal ob die Hamas oder Israel … auf beiden Seiten wurden so viele Fehler gemacht, die Einen wurden jahrzehntelang unterdrückt, die Anderen schießen ständig auf zivile Ziele. Und da wir, wir hier in Österreich, der Insel der Seeligen, keine Ahnung haben, was da unten nun wirklich abläuft, dürfen wir uns nicht für eine Seite entscheiden.
Normalerweise müsste man gegen jedwede Art von Krieg sein. Genau das fehlt mir bei den aktuellen Meinungen vieler Linker, die sonst ihren Fahne des Pazifismus hochstrecken. Und so hoffe ich, dass ich es irgendwann noch einmal erleben werde, dass in dieser Region, dem Gaza-Streifen zwei Völker friedlich nebeneinander leben können. So würde mein utopischer Traum vom Weltfrieden ein kleines bisschen realer.
[Bildquelle: Ein Ausschnitt aus diesem Bild von Gauravonomics]
Warum spenden? [UN-Kritik, mal wieder]
Veröffentlicht 13. August 2008 Polilog Leave a CommentSchlagworte: hunger, Katastrophe, Krieg, UNO, Vereinte Nationen
Ö3 startete heute einen Aufruf zum Spenden. Wieder. Und das vier Monate vor Weihnachten. Gegen die Hungerkatastrophe, im Namen von Caritas. Alles schön und gut, und auch wichtig, doch warum sollte man denn spenden?
Warum kommt es überhaupt zu Hungerkatastrophen? Wegen Militärregimes und steigendem Getreidepreis. Oder so. Wegen Krieg und Naturkatastrophen. Irgendwas wird es schon sein. Doch kann das Geld eines Einzelnen eine Katastrophe abwenden? Ich denke nicht. Man kann zwar Solidarität zeigen. Aber mehr auch nicht.
Dafür haben wir aber die UN mit einem Jahresbudget von 2,7 Milliarden Dollar. Die sieht zu, berät, verurteilt, berät, lehnt ab, berät und tut mal gar nichts.
Liebe österreichische Regierung, wer auch immer das sein wird: Zahlt nie mehr etwas für diesen sinnlosen, unnötigen Nationenbund. Spendet das Geld gleich und helft den Menschen aus der Katastrophe. So könntet ihr ein Zeichen setzen und auch wirklich helfen.
Tschad und seine Ausnahmezustände.
Veröffentlicht 15. Februar 2008 Gesellschaft , Politik Leave a CommentSchlagworte: Österreich, Bosnien, Bundesheer, Darfur, Erste Hilfe, EUFOR, Flüchtling, Golanhöhen, Herzegowina, Jörg Haider, KFOR, Kosovo, Krieg, Krise, Krisengebiet, Militär, N'Djamena, Neutralität, Norbert Darabos, Opposition, Presse, Rebellen, Soldat, Terror, Tschad, UNDOF, UNO, Zivildienst

Die B-Prominenz aus Österreich und die Oppositionspolitiker aus dem Nationalrat fordern eines: die Rückholung all der Soldaten, die seit kurzem im Tschad den Flüchtlingen zu helfen versuchen. Und natürlich wird einem auch noch das Ende der schon geschwächten Neutralität vorausgesagt. Mal sehen.
Österreich beteiligt sich mit 160 Soldaten am EUFOR-Einsatz. Neben der Beiligung an den EUFOR- (in Bosnien und Herzegowina; 1995) KFOR- (Kosovo; 1999) und UNDOF-Truppen (Golanhöhen; 2002) ein weiterer Einsatz für die European Force. Und wie schon immer eine friedenssichernde Aufgabe. Doch plötzlich der Aufschrei der Oppositionsparteien: Durch diesen Einsatz könnte Österreich das Wort “Neutralität” eigentlich löschen lassen, denn ein neutraler Staat fliegt nicht in ein Land, das immer noch als Krisengebiet aufscheint. Der erste Punkt, der gegen den Tschad-Einsatz spricht.
Österreich ist und bleibt ein neutrales Land. Wir beteiligen uns an keinen Kriegen, sondern helfen den Menschen viel mehr beim Wiederaufbau eines funktionierenden Landes. Dass vor allem die FP unter HC Strache einen lauten Aufschrei übt, überrascht. Denn seine Partei (unter Führung Haiders) hatte beim Einsatz in den Golanhöhen mitgestimmt. Und für die Aufrechterhaltung des Waffenstillstandes zwischen Syrien und Isreal zu sorgen ist wahrscheinlich um einiges gefährlicher als das Beschützen und Helfen der Flüchtlinge im Tschad.
Kurz nach der Ankunft unserer Soldaten im Einsatzgebiet plötzlich der Überfall der Rebellen. Bis zum Präsidentenpalast kämpften sie sich vor, und Berichte aus der Zeitung Österreich und ähnlichem Boulevardblättern schürten die Angst beim ungebildeten Volk. “Holt unsere Soldaten nach Hause” titelten sie, und wollten es so aussehen lassen, als wären sie in großer Gefahr. Unsere Soldaten hingegen befinden sich hingegen im französischen Camp, abwartend, bis sich die ganze Sache beruhigt hat. Die Frage bleibt und so kommen wir zu Punkt zwei: Warum schickt man österreichische Bundesheerler in ein solches Gebiet?
Jeder einzelne dieser 160 Soldaten hat sich freiwillig gemeldet. Und wird sich wohl über die Gefahr des Einsatzes bewusst gewesen sein. Sie bekommen gutes Geld für den Einsatz. Und leben eben mit dem Risiko. Das ist ihr Job und niemand braucht sich jetzt zu beschweren. Volontäre, Leute, die sich freiwillig dazu bereiterklären, möchten wahrscheinlich noch überhaupt nicht nach Hause. So kurz nach dem Beginn des Einsatzes. Aber Hauptsache die Medien schüren die Angst. Österreichischer Zeitungsschrott nach amerikanischem Vorbild.
Doch an wen kann man sich noch wenden. Wer hat überhaupt die Entscheidung über das Bundesheer? Wer ist dafür zuständig. Ach ja. Ministier Darabos. Der unscheinbare SPÖ-Politiker wird nicht wegen seinem Auftreten vorverurteilt. Sondern wegen seinem Zivildienst. Wie soll ein Zivildiener über einen solchen Einsatz entscheiden können? Der wahrscheinlich nie eine Waffe in der Hand gehalten hat. Punkt 3: Zivildiener als Bundesheer-Chef?
Ich selbst bin auch Zivildiener und denke, dass gerade mit Minister Darabos die Stelle richtig besetzt worden ist. Er hat den nötigen Abstand, und genügend Wissen, um als Verteidigungsminister richtig zu agieren. Ein alter Bundesheer-Recke pfeift vielleicht viel eher auf die Neutralität. Und darum finde ich es mehr als lächerlich, es Herrn Darabos vorzuwerfen, den Grundwehrersatzdienst geleistet zu haben. Man müsste sich nur einmal aussehen, wie es um unser Land und die Pflege stehen würde, wenn alle jungen Burschen zum Bundesheer gehen müssten.
Und mit dem heutigen Tag gilt im Tschad der Ausnahmezustand. Das heißt einfach, dass es eine nächtliche Ausgangssperre gibt, und Polizisten nicht nur auf der Straße Menschen kontrollieren dürfen, sondern auch Wohnen durchsuchen, um weitere versteckte Rebellen zu finden. Und das alles mit Fokus auf N’Djamena, die Hauptstadt des Tschads, im Westen des Landes. Die österreichischen und die EUFOR-Truppen hingegen befinden sich im Osten, an der Grenze zur Krisenregion Darfur. Und so wünsche ich den Soldaten viel Glück und viel Kraft für ihre Arbeit. Ihr macht das schon, und helft mit, die Welt ein kleines bisschen heiler zu machen.
Free Burma.
Veröffentlicht 4. Oktober 2007 Gesellschaft , Politik Leave a CommentSchlagworte: free burma, Gewalt, Krieg, Protest, Terror
Stiller. Protest.
Veröffentlicht 29. September 2007 Gesellschaft , Politik Leave a CommentSchlagworte: Gewalt, Katastrophe, Krieg, Protest, Terror, Tod

In Burma kommt es nach jahrelanger Militärherrschaft zum großen Aufmarsch der Zivilisten.
Jeden Tag gehen sie auf die Straßen, immer mit der Angst im Hinterkopf, vom Militär erschossen zu werden. Die UN und all die Staatsoberhäupter fassen zwar ihr scheinbares Entsetzen in Worte, aber auf irgendwelche Handlungen wartet man immer noch vergeblich.
Recht viel können die Menschen vor den Fernsehern oder Computerbildschirmen nicht tun. Doch am 4. Oktober 2007 findet eine internationale Aktion der Blogosphäre statt, an dem so viele Blogger wie möglich nichts anderes veröffentlichen als einen Eintrag mit einem Bild und einem kurzen Text. Zum Thema “Free Burma!”.
Unter [[www.basicthinking.de] ] werden deutschsprachige Blogger über die Fortschritte in der Organisation der Aktion informiert. Immer mehr Leute finden sich ein und wollen so ihre Solidarität zeigen.
Die Frage bleibt natürlich, was das alles bringen soll. Besser sich an einer weltweiten
Blogaktion beteiligen, als nur zuzukucken und maulen, dass sowieso
nichts getan wird.
Technorati-Tags:burma, birma, myanmar, basicthinking, miltiärjunta, blogaktion, weltweit, worldwideGebloggt mit Flock
Gott. Schuldig im Sinne der Anklage.
Veröffentlicht 18. September 2007 Gesellschaft , Politik 1 CommentSchlagworte: Amerika, Katastrophe, Krieg, Protest, Terror, Tod
Ernie Chambers, ein Abgeordnerter des Parlaments des US-Bundesstaats Nebraska hat kürzlich Anklage eingebracht. Gegen wen er gerichtlich vorgehen möchte? Gott höchstpersönlich. Denn dieser verbreite, laut Aussage Chambers, Angst und verursache “unter Abermillion von Erdbewohnern Tod, Zerstörung und Terror”. Mit einer Einstweiligen Verfügung will er die Taten Gottes stoppen und so für Ruhe auf der Erde sorgen.
Glaube sie denn jetzt, dass Mr. Chambers einer dieser verrückten amerikanischen Kläger ist? Sie haben ja nicht so unrecht. Mit seiner medienwirksamen Anklage möchte er die abstrusen Seiten des amerikanischen Rechtssystems aufzeigen, was ihm ja auch gelingt. Übrigens wurde die Klage im Bezirk Douglas eingereicht. Laut Chambers wäre dass das zuständige Gericht, denn Gott sei ja überall.
Ich bin schon gespannt auf die Gerichtsverhandlung. Bei wem schwört denn wohl Gott (“Ich sage die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr mit Gott helfe”). Jesus wäre dann wohl Kronzeuge, und irgendwann müsse ihnen wohl auch der heilige Geist erscheinen. Aber nachdem wir das wichtigste Justizverfahren dieses Milleniums schon hinter uns haben (Michael Jackson und seine Kinderschar), wird wohl dieses Verfahren nur im amerikanischen Regionalfernsehen übertragen. Und was wohl die wichtigste Frage ist. Droht dem Gott denn nun wirklich die Todesstrafe? Wer richtet über ihn. Und was sagt Gott dazu, dass einige Gott zu spielen versuchen?
Nachgedacht: Erinnerungen An Den Tod
Veröffentlicht 31. August 2007 Gesellschaft , Politik Leave a CommentSchlagworte: Amerika, Österreich, Gewalt, Katastrophe, Krieg, Presse, Terror, TV

Ich war gerade erst neun Jahre alt. Ich weiß gar nicht mehr genau warum ich damals um 1 Uhr früh noch einmal aufgestanden bin. Warum ich noch mal den ORF gekuckt hatte. Aber an eines kann ich mich erinnern. Den Satz, der durchgehend unten eingeblendet war. “Lady Di bei Autounfall gestorben”. Ich konnte mit dem Namen nicht viel verbinden, war in meiner kindlichen Unwissenheit nur geschockt. Es musste irgendjemand wichtiger sein, irgendeine Persönlichkeit. Und so schlich ich mich in das Schlafzimmer meiner Eltern, weckte meine Mutter auf und erzählte ihr diese Neuigkeit. In ihrer Schlaftrunkenheit zeigte sie sich zwar anfangs geschockt, schlief aber bald wieder ein. Und ich legte mich dann auch endlich schlafen.
Die folgenden Tage verfolgten wir die Bilder. Ach, das ist Lady Diana. Eine Ikone. Ein Star. Die Prinzessin von Wales. Und durch das Begräbnis, durch das “Candle In The Wind” von Elton John war ich damals nicht mehr in der Lage, meine Emotionen zu kontrollieren und ich heulte einfach los. Auch wenn ich viele Epochen ihres Lebens nicht mitbekommen habe. Die Welt schien einen außergewöhnlichen Menschen verloren zu haben.
Aber manchmal gibt es einfach Ereignisse, die einem so stark in Erinnerung bleiben. Wo man weiß, was man getan hat, mit wem man gesprochen hat usw. So etwas wie der Elfte September. An dem ich zum ersten Mal überhaupt in Wien war, auf der ehemaligen Computermesse Ifabo. Und als mein Papa und ich dann im Zug nach Hause saßen, ich meinen kleinen Weltradio auspackte und sich plötzlich 6 unbekannte Menschen rund um unseren Platz versammelten und die Nachricht dieser schrecklichen Tat lauschten. Die Bilder bleiben im Kopf. Die Flugzeuge, die in die WTC crashen. Die Explosion. Die, in purer Todesangst, aus dem Fenster springenden Menschen. Der Einsturz. Auch wenn man nicht selbst davon betroffen war, selbst wenn man niemanden in diesem Anschlag verloren hat. Solche Erinnerungen bleiben. Sie gehen einfach nicht weg. Und selbst jetzt bekomme ich tränenschwere Augen und einen mächtigen Kloß im Hals. Die Welt ist aus den Fugen geraten.


Ende des Jahres ist der einer der umstrittensten Präsidenten der Vereinigten Staaten Geschichte. Nun lässt er mit den Plänen um eine Dauerbesatzung im Irak ein letztes Mal aufhorchen.
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