Der neue Videocast von Robert Misik auf derstandard.at lässt mich jetzt, zu so später Stunde, noch einmal in die Tasten tippen. Er greift in diesem sehenswerten Video ein Thema auf, dass mir selbst schon vor einigen Tagen ungut auffiel. Denn, im Gegensatz zu all den Demonstrationen zum Irakkrieg 2002, in dem es einfach vor allem nur “Against war” ging, verläuft der aktuelle (eskalierte) Konflikt im Gaza-Streifen. In unzähligen Ländern gibt es Unterstützungsbekundungen für die Palästinenser und selbst ich wurde per Facebook zu einer Kundgebung eingeladen, um auf der Seite der Israelis zu stehen.
Dass österreichische Moslems und Juden natürlich zu einer Seite tendieren, verüble ich ihnen nicht einmal. Auch wenn es, aufgrund der Entfernung nicht wirklich nötig wäre. Aber dürfen wir Österreicher christlichen Glaubens (bzw. Atheisten) uns auf eine Seite der “Macht” stellen? Dürfen wir entscheiden, wer im Recht und wer im Unrecht ist?

Seit ich mich erinnern kann, gibt es im Gazastreifen einen Konflikt. Immer wieder artet er aus. Aber warum gehen die Menschen weltweit nicht auf die Straße um Frieden zu fordern. Um eine diplomatische Lösung mithilfe verschiedener Berater zu finden. Mit genug Anstrengung und auch einer gehörigen Einmischung der UN (auf welche ich schon seit Jahren warte), mit Druck der EU, Amerika, Russland und was weiß ich für einer Weltmacht, könnte man eine Lösung finden.
Was die beiden Völker verbindet, ist ihr tief verwurzelter Hass. Egal ob die Hamas oder Israel … auf beiden Seiten wurden so viele Fehler gemacht, die Einen wurden jahrzehntelang unterdrückt, die Anderen schießen ständig auf zivile Ziele. Und da wir, wir hier in Österreich, der Insel der Seeligen, keine Ahnung haben, was da unten nun wirklich abläuft, dürfen wir uns nicht für eine Seite entscheiden.
Normalerweise müsste man gegen jedwede Art von Krieg sein. Genau das fehlt mir bei den aktuellen Meinungen vieler Linker, die sonst ihren Fahne des Pazifismus hochstrecken. Und so hoffe ich, dass ich es irgendwann noch einmal erleben werde, dass in dieser Region, dem Gaza-Streifen zwei Völker friedlich nebeneinander leben können. So würde mein utopischer Traum vom Weltfrieden ein kleines bisschen realer.
[Bildquelle: Ein Ausschnitt aus diesem Bild von Gauravonomics]
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