POLILOG

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„FH-Studis werden laut“ – Wirklich?

Warum ich mich mit den Uni-Protesten absolut identifizieren kann, es mir aber schwer fällt, den FH-Protest voranzutreiben. Warum dieses Treffen gestern Abend selbst das Interesse bei wirklich Interessierten sehr schnell schwinden ließ und warum einfach irgendwie ja doch etwas falsch läuft.

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Über die Parteijugend

Einige Informationen vorab: Ich, als Ersatzgemeinderatsmitglied der SPÖ in einem kleinen 3.800-Einwohner-Kaff kurz vor den Tiefen des Salzkammerguts wurde vor einigen Wochen angefragt, ob ich Interesse daran habe, eine JG, also eine Junge Generation (eine mir zuvor zwar kaum bekannte, aber scheinbar schon sehr anerkannte SP-Jugendorganisation) in meinem Heimatort gründen möchte. Hier meine Gründe, warum ich mich nicht dazu im Stande sehe, dies zu tun; warum ich auch keinen Sinn darin sehe und was ich grundsätzlich von Jugendorganisationen halte

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Die #unibrennt noch immer

Nachdem nicht nur auf derStandard.at und neben allen anderen Blogs und Twitter auch hier sehr viel über die aktuelle Demonstration an der Hauptuni Wien diskutiert wurde, ist es wohl nicht grundlos, wenn ich noch einmal ans Mikro gehe. Der gestrige Eintrag sollte nur meine Solidarität zeigen, mein Unverständnis über eine demonstrationsunwillige Gesellschaft. Jetzt schaue ich noch einmal genauer hin.

Ich habe das Unileben ein Jahr lang mitbekommen. Publizistik an der Hauptuni, kurz auch Politikwissenschaften im NIG. Und so kann auch ich sagen: Es sind einfach unvorstellbare Zustände. Und das, obwohl ja im ersten Semester 2008 sogar noch Studiengebühren eingehoben wurden. Da frage ich mich wirklich: Was bringt die erneute Forderung nach der Einführung eben jener? Nichts, Herr Hahn, rein gar nichts. Nach 7 Jahren Studiengebühren bin ich ins Unileben geschlüpft und konnte nicht wirklich viel Positives vorfinden. Was solle sich denn da verändern, würde mich interessieren? Wenn man den Demonstranten vorwirft, realitätsferne Forderungen aufzustellen, dann möchte ich bitte auch von Wissenschaftsminister Hahn hören, was man durch die Einführung der Studiengebühren verbessern möchte. Ich höre bisher immer nur: Weniger Bummelstudenten, schnellere Abschlüsse. Werden wir dazu nicht automatisch verpflichtet? Wird es uns nicht sogar erschwert, mehrere zeitintensive Studien nebeneinander zu studieren?

Lustig finde ich wirklich auch die Aussage, dass die Demonstranten zwar „mehr Bildung“ fordern, aber durch ihre Demo im Audimax „weniger Bildung“ ermöglichen. Wie haarsträubend kann man eigentlich denn noch vergleichen?

Dann kommt die Frage rund um die STEPs. Publizistik arbeitete 2008 ja mit Zugangsbeschränkungen, man musste die Prüfungen rund um STEP 1, STEP 3 und STEP 4 nicht unbedingt schaffen, aber unter die besten 960 Studenten reinkommen. Was einerseits nicht wirklich schwer war, weil nur rund 1000 Menschen zu den Prüfungen antraten. Was mich an den STEPs ärgerte, war ihre Langweiligkeit. Da kommt man ins Studium, voller Vorfreude, und dann lernt man im ersten Semester von der „Einführung in das kommunikationswissenschaftliche Arbeiten“, der „Einführung in das kommmunikationswissenschaftliche Schreiben“ und sowas. Natürlich ist das wichtig (das Gleiche habe ich nun auch an der FH für Medienmanagement), aber soweit mir bekannt war, konnte man in ja anfangs nur diese drei STEPs machen. Wer dann noch Interesse am Studium hatte, wurde mit Medienkunde, Mediengeschichte und weiteren Fächern im 2. Semester belohnt. Warum muss man den Anfang so unglaublich abschreckend machen? Damit diese pösen pösen Bummelstudenten rausfallen? Da muss ich sagen: Nein … es trifft die Falschen.

Ich habe die Forderungen mal überflogen. Kann ihnen bei einigen vollkommen zustimmen, bei einigen durchaus, bei einigen natürlich auch gar nicht. Aber es muss doch etwas passieren! Michael Völker fand im Standard die richtigen Worte. Da haben wir schon mal einen Ansturm an Studenten und keiner freut sich drüber. Kein einziger Politiker erfreut sich daran, sondern man ruft nach Zugangsbeschränkungen, und versucht natürlich wieder gegen diese pösen pösen Bummelstudenten zu kämpfen. Und Hahn, so gern man ihn haben kann (kann man das?) ruft einfach nur wieder nach Studiengebühren? Hä?

Wo ist die Vision? Wo die Freude?

Zum Schluss (der Zug fährt in den Bahnhof ein) möchte ich noch sagen: Ja, ich bin bereit, Studiengebühren zu zahlen. So wie an der FH St. Pölten. Wer schon einmal dort studiert hat, versteht es. Ich habe einen fixen Platz (in einem Raum mit genügend Plätzen), die FH ist gut ausgestattet, die Vortragenden am neuesten Stand (und arbeiten nicht mit ihren eigenen Skripten von vor dem Krieg). Ja. Aber ich würde nie wieder an einer Universität wie jener in Wien Studiengebühren bezahlen. Ich schenke doch mein Geld nicht her.

Das Problem hier sind nicht die Demonstrationen an den Unis (wobei ich natürlich hoffe, das sich das auf ganz Österreich ausbreitet, wie ein Lauffeuer). Das einzig große Problem ist die Unfähigkeit eines gewissen Herrn Hahn, meine Hassperson Nr. 2 in der VP (ratet mal, wer auf Platz 1 kommt!).  Er hat keine Ahnung, will nicht die Wissenschaft verbessern sondern das Elitentum forcieren. Und dem kann ich einfach rein gar nichts abgewinnen!

Und nun an alle VP-Wähler, denen ich gestern zu nahe getreten bin: Tut mir Leid, ich habe leider nur von keinem mir bekannten VP-Wähler gehört, dass man Demonstrationen toll finde, sie unterstütze. Meistens spricht man von linkslinken Veranstaltungen, den linken Träumern, von „man will ja nur nicht arbeiten/studieren“. Weil das ja die Linken immer so machen. So wie die VP-Wähler gerne die Linken verallgemeinern, so habe ich es eben gestern mit den VP-Wählern gemacht. Ausgleichende Gerechtigkeit, nicht?

Und was man den Demonstranten (neben ganz vielen Sachen) einfach zugute halten muss: Sie haben das Ganze wieder zu einem Gesprächsthema gemacht. Und das, meine lieben Leser, wurde ja wohl auch Zeit.

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Es reicht 2.0

Was habe ich Herrn Molterer für seine Worte „Es reicht“ gehasst. War er es doch, der die Regierung Gusenbauer von Anfang an sterben ließ, nur weil die ÖVP es nicht verkraftete, wieder auf Platz zwei gelandet zu sein. Durch ihre Verhinderungspolitik folgen auf 6 Jahre Stillstand und Repression weitere Monate, in denen nichts umgesetzt werden konnte.

Jetzt, nach rund einem Jahr Regierung Faymann würde ich es der ÖVP aber keineswegs verübeln, wenn sie ein weiteres Mal, diesmal mit Pröll’schem vorwurfsvollen Unterton, „Es reicht“ in die Runde schreien würden. Nachdem Schmied im Regen stehen gelassen wurde, setzt man jetzt nun alles daran, ihre Vorstellungen umzusetzen. Nachdem die Volksabstimmungsidee bei Nichtgelingen des Lissabon-Vertrages zum Auflösen der Regierung Gusenbauer führte, muss man das ja jetzt nun wieder einmal wiederholen und es von Tschechien abhängig zu machen.

Faymann ist für mich gerade einfach nur dumm. Was die Krone vor eineinhalb Jahren war, ist heute „Heute“. Boulevardpolitik mit nicht einmal annähernder sozialdemokratischem Geruch. Das müffelt nur, Herr Faymann. Und sie scheinbar ja auch. Es reicht. Ganz ehrlich!

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Apropos Integrationspolitik …

Michael Häupl, der mächtigste Landesvater der SPÖ, machte letztens einen sehr, sehr guten Vorschlag. Man solle doch ein Integrationsministeriums schaffen, oder zumindest einen Staatssekretär für Integration, und wenn das nicht klappt, mindestens einen Beauftragten in Sachen Integration. War also wirklich intelligent, diese Idee.

SP-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, ein scheinbar auch nicht ganz so dummer Politiker konnte gestern noch im Ö1 Morgenjournal dieser Idee  viel abgewinnen. Aber schließlich nur bis Werner Faymann die Reaktionen der VP abwartete, um dann einen Rückzieher zu machen. Man wolle ja keinen Streit herausfordern, jetzt, wo man womöglich etwas mehr Kanten zeigen sollte.

Marco Schreuder hat dies auf Facebook und Twitter schön zusammengefasst:

Wie in diesem Land Integrationspolitik behandelt wird, ist echt eine Schande. Die SPÖ weiß nicht was sie will und ist nur noch erbärmlich, die ÖVP glaubt noch immer Integration sei eine sicherheitspolitische Frage. Unerträglich!

So ist es. Mit genau so etwas könnte die SPÖ zeigen, dass sie für eine Lösung in der scheinbaren Ausländerproblematik ist. Und hätte zur Unmenschin Maria Fekter einen Gegenpol. Mit genau dieser Einrichtung könnte man zeigen, dass die SPÖ nach Lösungen sucht.

Im Gegensatz zu ÖVP, FPÖ und BZÖ. Diese Dummköpfe hetzen nur, man wolle mehr Sicherheit, diese verdammten Ausländer werden uns ja noch alle töten, wenn wir nichts tun. Aber Integation? Ach, nein. Sowas brauchen wir nicht. Da sieht man, was man von diesen Parteien erwarten kann. Und eben auch von der SPÖ, die sich hier nicht auf eine eigene, richtige Linie einigen kann.

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Apropos Studiengebühren …

Johannes Hahn, einer der unzähligen Ungustler der Nation (welche vor allem in der Regierung einen Platz gefunden haben), spricht im Standard-Interview ganz cool von seinem unersättlichen Wunsch, endlich die Studiengebühren wieder einzuführen.

Zuerst war ich noch etwas erschrocken, habe ich doch erst ein Semester ohne Studiengebühren miterlebt. Bis mir schließlich wieder einfiel, dass ich jetzt, an der Fachhochschule St. Pölten, ja eigentlich eh wieder Studiengebühren zahle. Die vollen (was weiß ich?) 360 Euro. Aber ich muss ehrlich sagen: ich finde es okay: Denn ich habe einen Sitzplatz im Audimax, bin nicht einer von 1.500 und die Lehrveranstaltungsvortragenden gehen auch auf mich ein.

Natürlich wäre es besser, würden die Studiengebühren auch auf der Fachhochschule verschwinden. Aber genau das ist für mich ein Grund, warum ich stets für die Abschaffung der Gebühren war: die Zustände an den Universitäten (und eben nach meiner Erfahrung: an der Uni Wien) sind unter aller Sau.

Solange nicht jeder einen Platz in einem Audimax bekommt, solange noch Leute am Boden vor dem Hörsaal eine Prüfung schreiben müssen (!), solange man von der furchtbaren Uni-Bürokratie verfolgt wird … solange werde ich keine Studiengebühren bezahlen. Während Schwarz-Blau unter Gehrer eingeführt, hatte man ja nun genug Zeit, die Unis zu reformieren und zu verbessern. Nichts ist passiert (wie in der gesamten Schwarz-Blau-Orangen Horrorregierung von 00-06).

Am Schlimmsten sind für mich jene Studenten, die nicht an eine Verbesserung der Zustände denken, wenn sie vom positiven Effekt der Studiengebühren sprechen, sondern viel eher von der Tatsache, dass sich dann eben nicht jeder das Studieren leisten kann. Solche arroganten Vollidioten haben es erst Mal gar nicht verdient, eine Hochschulausbildung zu machen, sagt doch schließlich das Geld der Eltern kaum etwas über die eigene Intelligenz aus.

Sollte die ÖVP und Hahn ihren Wunsch umsetzen wollen, und würde die SPÖ … äh … umfallen, müsse wohl irgendwo was brennen. Zumindest die ÖVP- und die SPÖ-Zentrale. Aber so dumm wird wohl nicht einmal Faymann sein.

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Die SPÖ auf der Palliativstation

Vor einigen Wochen (oder Monaten) schrieb ich mal darüber, dass sich die SPÖ im Krankenbett befindet. Heute muss ich meine Aussage revidieren und behaupte ganz einfach: Die SPÖ hat die Palliativstation erreicht, der entgültige Kollaps scheint nicht mehr lange auf sich warten zu lassen.

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Gedanken zur Wahl

Oberösterreich wählt am 27. September: Mit einer kleinen Gedankenachterbahn zu den Parteien, zum Wahlkampf und zu meiner Wahlentscheidung. Und gleichzeitig ist es nun auch mein letzter Eintrag zu eben dieser Wahl. Versprochen.

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Ach du dummes, abscheuliches Österreich.

Über akzeptierten Antisemitismus, Neonazis als Sittenwächter und die Dummheit der österreichischen Politik.


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Politik nervt.

Ich bin zurück aus dem Urlaub. 10 Tage unterwegs und davon 9 Tage außerhalb Österreichs (und ohne Internet) und somit auch ohne Nachrichtenversorgung. Was habe ich diese Zeit genossen! Als ich gestern zu Standard und OÖN griff und mich durch die verschiedenen Nachrichtenportale im Internet kämpfte, habe ich vor allem eines gemerkt:

Es ist nichts passiert.

Rein gar nichts. Einzig und allein die Headline zu SkyEurope interessierte mich, da mich das Reisefieber im September noch einmal in die Ferne zieht. Aber ansonsten? Nichts. Immer noch die gleiche Art der Politik. Und den Weg den Faymann, Pröll, Strache, Bucher und Glawischnig beschreiten, ist immer noch vor allem eines: Peinlich.

Peinliche Politik hat in Österreich ja schon seit Jahren und Jahrzehnten (zumindest weiß ich das aus Erzählungen) Tradition. Aber seit mein Interesse an Politik rapide gestiegen ist, wirkt die Peinlichkeit noch viel intensiver. Was soll ich tun?

Irgendwie, nach so langer Pause, bin ich am Politikteil von POLILOG zurzeit nur spärlich interessiert. Was soll ich schon schreiben? Dass die Fekter doof ist (das beweist sie meiner Meinung nach auch im heutigen Standard-Intevierw), dass die Justiz korrupt, Bandion-Ortner dumm, die ÖVP streitlustig, Heinz-Christian Strache Single und Hillary Clinton ein Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom hat?

Das erfahren wir alle so oder so. Ohne es wirklich hören zu wollen.

Vielleicht gelingt es mir jetzt, abseits der Politik, mehr in Richtung Gesellschaft, Web 2.0, Technik und Medien zu lenken. Wobei mir die Gedankenflüge zum Thema Ethik und Anonymität wirklich sehr gut gefallen haben. Vielleicht kommt einfach mehr davon.

Und ihr? Könnt ihr der Politik aktuell gerade sehr viel abgewinnen?

Im Übrigen wollte ich euch nur sagen, dass ich wieder da bin.

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