
Lutz Weinzinger ist mal wieder im Interview. Diesmal bei den Oberösterreichischen Nachrichten. Über FPÖ-FPK-Unterschiede, über die “Heimat deutschstämmiger Menschen” und über das hoffentlich baldige politische Ende eines verabscheungswürdigen Altnazis.
FP-Chef Weinzinger: „Das müssen die Kärntner gefälligst selbst reparieren“ – OÖN
OÖN: (…) Was sehen Sie als die dringlichsten Aufgaben des nächsten Jahrzehnts für Ihre Nachfolger?
WEINZINGER: Erstens: Österreich als unser Land zu erhalten. Mit unserer Kultur, unserer Identität, unseren Bräuchen. Dieser Bestand ist derzeit gefährdet.
Dazu passt eine Aussage, die er mal vor laufender Kamera getätigt hat. Leider ist hier nur mehr eine qualitativ schlechte Aufgabe im Internet zu finden.
OÖN: Ihnen wurde „Nazi-Rhetorik“ vorgeworfen nach Ihrer Aussage „Jede blonde, blauäugige Frau, das heißt, jede Frau mit deutscher Muttersprache braucht drei Kinder, weil sonst holen uns die Türkinnen ein“. Stehen Sie zu dieser Aussage?
WEINZINGER: Wenn wir nicht pro einheimischer Frau drei Kinder kriegen, holen uns in einer Generation die Türkinnen ein. Dazu stehe ich. Aber natürlich ist die Aussage nicht auf Blondinen beschränkt. Das war unachtsam dahingesagt zu einer feschen blonden Frau am Markt, das war nichts Rassistisches. Rassismus war eine vor und während des Dritten Reichs völlig verblödete Vorstellung von Rassenlehre. Da sind wir doch kilometerweit entfernt. (aus einem Interview vom 19.9.2008)
OÖN: Mit der Zusammenarbeit heißt die FPÖ deren Vorgehen (die Politker der FPK mit Jugendstartgeld etc. trotz verheerender Finanzlage) aber gut Laden Sie sich da nicht eine gewaltige Hypothek auf?
WEINZINGER: Nein, die Zusammenarbeit, die ich sehr begrüße, bedeutet nichts anderes, als dass die Kärntner Freiheitlichen, die eine selbstständige Partei bleiben, bei Bundeswahlen unter dem Titel FPÖ kandidieren. Alles andere – das müssen sie sich gefälligst selbst richten und reparieren, soweit Reparaturen notwendig und möglich sind.
Das nenn’ ich mal wahre politische Zusammengehörigkeit. Wir nehmen euch zur Stimmenmaximierung, aber all’ den Scheiß, den ihr bisher gebaut habt, braucht’ ihr erst gar nicht mit uns in Verbindung bringen. Irgendwie typisch.
OÖN: Vor FP-Jugendfunktionären haben Sie Punkt eins (zur ersten Frage in diesem Blogeintrag) so ausgedrückt: Österreich müsse als “Heimat der deutschstämmigen Menschen” erhalten bleiben.
WEINZINGER: Ja, das meine ich so.
OÖN: Es gibt viele Österreicher, deren Familie beispielsweise tschechische Wurzeln haben. Gilt dir Heimat für die niccht?
WEINZINGER: Selbstverständlich gilt die für die auch. Die Tschechen, die überwiegend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingewandert sind, haben sich ja auch voll angepasst. Einer der bedeutensten Jagdflieger desn Zweiten Weltkrieges hieß Nowotny – ein tschechischer Name. Derzeit erleben wir aber eine Einwanderung, die nicht beabsichtigt, sich anzupassen. Weil sie eine völlig andere Kultur hat und zu dieser Kultur sehr stolz steht. Das ist die moslemische Kultur.
OÖN: Muss Anpassung für Sie so weit gehen, dass moslemische Zuwanderer ihre Religion aufgeben?
WEINZINGER: Nein, aber sie müssen ihre religiösen Vorstellungen unter die Staatsziele stellen. Und momentan ist das in einem größeren Ausmaß umgekehrt.
Das sind ja schöne Ansichten. Er hat ja schon einmal bei einem Interview mit den OÖN erklärt, dass er sich als Großdeutscher sieht. Nazirethorik, wo man hinsieht. Und zu seiner letzten Antwort: Ja, die religiösen Vorstellungen sollen unter die Staatsziele gestellt werden. Aber das muss für alle Religionen gelten. Aber dagegen wehrt sich die FPÖ mit dem frisch gefirmten Strache ja tagein tagaus.
Soll heißen: Was bin ich froh, wenn dieser Altnazi seine Politkarriere beendet. (Wobei es natürlich traurig ist, dass so einer so lange aktiv sein konnte.)
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