Die Zeugen Jehovas – Eine späte Anerkennung

Mit den Zeugen Jehovas sind nunmehr vierzehn Religionsgemeinschaften in Österreich anerkannt. Ich persönlich halte von der Anerkennung dieser Sekte relativ wenig [und ja, ich sehe die Zeugen Jehovas als Sekte an], und möchte hiermit auch erklären, warum für mich diese Menschen eher gruselig als gläubig sind.


Wie das dieser Herr Jehova nun macht, ich weiß es nicht. Es scheint mir nur so, als wären all die Gläubigen dieser Religionsgemeinschaft viel tiefer in ihrem Glauben als alle anderen. Sonst kann ich es mir nicht erklären, dass man sein Leben rein nach Gott gestaltet und manchmal auch von Tür zu Tür läuft, anklopft (mit einem Wachturm in der Hand) und einfach mal so über Gott sprechen möchte. Über ihren Gott natürlich. Vielleicht ist es dieses Reden vom Paradies und den Glauben an Harmonie, wenn man von Jehova in dieses Land der beinahe schon geschmacklosen Glückseligkeit eingeladen wird. 

Ich habe mich nur etwas eingelesen in all die Umstände, die mit dem Glauben an Jehovas zu tun haben. Dazu kommen auch noch einige Reportagen (wie z.B. kürzlich bei Report auf ORF), die mir ein Bild boten, welches beinahe schon kotzüble Gefühle in mir heraufbeschwor.

Das wohl schlimmste Übel ist ihre Meinung zum Blut.

Ist es verkehrt, einer Bluttransfusion zuzustimmen? Wir sollten daran denken, daß Jehova von uns verlangt, kein Blut zu uns zu nehmen. Das bedeutet, daß wir weder das Blut von anderen Personen in irgendeiner Form in unseren Körper aufnehmen dürfen noch Eigenblut, das aufbewahrt wurde (Apostelgeschichte 21:25). Wahre Christen werden also einer Bluttransfusion nicht zustimmen. Sie erklären sich zu anderen Arten der medizinischen Behandlung bereit, wie zum Beispiel Infusionen von Lösungen, die kein Blut enthalten. Sie möchten gern leben, aber sie werden nicht Gottes Gesetze verletzen, nur um ihr Leben zu retten (Matthäus 16:25). watchtower 

In eben einer dieser TV-Reportagen wagte es doch wirklich ein Vater zu sagen, dass er seine Tochter, wäre es bei einer handelsüblichen Mandeloperation zu unvorhersehbaren Umständen gekommen und sie hätte Bluttransfusionen gebraucht, hätte sterben lassen. Des Glauben wegen. Diese Rangordnung, also dass der Glauben über das Leben anderer und vor allem der eigenen Familie kommt, ist für mich ein Grund, warum ich diese Ansichten einfach … ja, sagen wir ekelhaft, bescheuert und als besorgniserregend empfinde.

Daneben befinden sich auch noch weitere komische Ansichten in ihrem Glauben. Sie lehnen die Evolution nach Darwin ab und stellen allen Ernstes die Genesis als Beginn unsere Schöpfung dar. Dadurch bemerkt man, dass die Zeugen Jehovas in ihren Ansichten Jahrhunderte zurückliegen (und aber auch für jeden Punkt im Leben eines Menschen einen Rat bereitstellen) die Menschen manipulieren und gefügig machen. 

Ich bin immer noch der Meinung: Wenn ein Gott will, dass ein Kind stirbt, dann kann es kein guter Gott sein. Dann kann es kein Paradies und keine Hölle geben. Wenn man dann auch noch für Gott und seinen Glauben ein Kind sterben lässt, ist wohl alles schon verloren.

Deswegen verurteile ich die Anerkennung der Zeugen Jehovas als 14. in Österreich anerkannte Glaubensgemeinschaft. [Dass auch Religionen wie das Christentum oder der Islam teilweise sektenartige Züge hat, ist mir bewusst. Leider.].

Und wie mir gerade mein Feedreader verraten hat, hat gestern Nacht auch Der alltägliche Wahnsinn einen Beitrag darüber geschrieben. Besonders gespannt bin ich auf den angekündigten Blogeintrag von Marco Schreuder, der berichtet, wie es ist, in einer Familie mit dem Jehova-Glauben aufzuwachsen.

2 Antworten zu „Die Zeugen Jehovas – Eine späte Anerkennung“


  1. 1 Wolfgang Roessler 8. Mai 2009 um 11:06 vormittags

    Ganz deiner Meinung. Mein ganz subjektiver, und nicht unbedingt repräsentativer senf dazu: ist schon etliche jahre her, als eine entfernte bekannte die zeugen jehowas verließ. in der folge wechselten enge verwandten die straßenseite, wenn sie sie trafen. das wars dann mit der menschenliebe.


  1. 1 Die Zeugen Jehovas – Eine anerkannte Religionsgemeinschaft « Der alltägliche Wahnsinn Trackback zu 8. Mai 2009 um 1:32 nachmittags

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