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Demo gegen WKR-Ball

Links und Infos:
Demo gegen WKR-Ball! – Oliver Ritter
Gegen den rechtsextremen WKR-Ball am 30.1.2009 – Blog

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Zwischen Integration und Parallelgesellschaft

In der ZIB 24 habe ich von einer neuen Studie zum Thema „Islamischer Religionsunterricht“ erfahren. Der Islamwissenschaftler und Soziologe Mouhanad Khorchide zeigt nun in seiner Studie „Der islamische Religionsunterricht zwischen Intergration und Parrallelgesellschaft: Einstellungen der islamischen ReligionslehrerInnen an öffentlichen Schulen“, wie die Einstellungen einiger Religionslehrer sind.

Radikale Einstellungen islamischer Religionslehrer*

Demnach lehnen 22% der 199 Befragten (von rund 350 Religionslehrerin insgesamt laut ZIB24) „die Demokratie ab, weil sie sich mit dem Islam nicht vereinbaren lässt.“ 28% sehen einen „Widerspruch zwischen Muslim und Europäer sein.“ Ein weiteres Detail der Studie, welches im Beitrag auf ZIB 24 verschiegen wurde, ist, dass 37% der aktuell tätigen Religionslehrer keine theologische, 41% keine pädagogische Ausbildung vorweisen können. 

Für mich sind das erschreckende Ergebnisse. Österreich ist das erste Land in der EU, welches den islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen eingeführt hat. Diese Tatsache empfinde ich als extrem lobenswert. Ich bin ein großer Verfechter der Religionsfreiheit. Aber dass viele (zwischen 14 und 17 Prozent) der Befragten meinen, dass der Islam verbiete an Wahlen bzw. der österreichischen Kultur teilzunehmen, oder sie lehnen die österreichische Verfassung ab, weil sie im Widerspruch zum Islam steht, zeigt, dass rund ein Fünftel aller islamischen Religionslehrer – meiner Meinung nach – auf gar keinen Fall Kinder und Jugendliche unterrichten sollen.

Aufmerksam gemacht wurden alle Medien durch die aktuelle Titelstory des heute erscheinenden Falter. Scheinbar wird die oftmals belächelte, aber meiner Meinung nach absolut hochwertige „Stadtzeitung“ zum Aufdecker der Nation. Und das im Gegensatz zu den oft selbstbenannten Aufdeckern aus der Boulevardpresse. Die Studie wurde demnach schon 2008 fertiggestellt und ist ab Februar 2009 in gedruckter Fassung käuflich zu erwerben.

Anas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), ließ sich im ZIB24-Interview zu wenig Aussagekräftigem hinreißen. Sollte man offensichtliche Hinweise bekommen, würde man den/die LehrerIn natürlich entlassen. Aber aufgrund der Anonymität dieser empirischen Studie kann man jetzt nur „besinnlich und seriös“ die Studie durcharbeiten und an der Veränderung arbeiten. Der Falter beschreibt die Gründe wie folgt: Als 1982 der islamische Religionsunterricht in Österreich eingeführt wurde, gab es im Land keine qualifizierten Lehrkräfte, dafür wurden Religionslehrer aus der Türkei „importiert“. Erst seit 1998 gibt es die Islamische Religionspädagogische Akademie (IRPA). Khorchide erklärt dazu in seiner Studie, dass die zweite Generation der Religionslehrer schon stärker mit Österreich verbunden sei.

Von „besserer Aufsicht“ (Grüne) über „eingreifen“ (ÖVP) bis „sofort suspendieren“ (FPÖ) und „Ausweisung von Lehrern“ (BZÖ) reichten die Stellungnahmen aus den Parteibüros.*

Ich bin gespannt, wie diese Geschichte nun weitergeht. Wie reagiert das Unterrichtsministerium (bisher forderte es nur einen umfassenden Tätigkeitsbericht)? Und wie will die Islamische Glaubensgemeinschaft weitere Aktionen in Angriff nehmen? Ich persönlich hoffe nur, dass bald kein fundamentaler Religionsunterricht mehr in Österreich stattfinden wird (ob es diesen auch im römisch-katholischen, bzw. evangelischen Religionsunterricht gibt, kann ich nicht bewerten, da ich selbst stets nur sehr liberale LehrerInnen hatte; aber ich denke, dass es auch hier einige schwarze Schafe gibt)

Weitere Informationen und Quellenangaben:
Islam-Lehrer als Problemfall – diePresse.com (*)
Islam-Lehrer an Österreichs Schulen teils Fanatiker – diePresse.com
Die Islamlehrer – Falter.at
Anas Shakfeh im Interview – Falter.at 
Islamischer Religionsunterricht – religion.orf.at

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Ich bitte um Rücktritt, Frau Fekter!

„… lassen mich nicht mehr ruhig schlafen, diese Augen, wenn sie mich aus dem Fernseher anleuchten; dieses funkelnde Blau wie frischer Waffenstahl, tiefgründig wie kosovarische Bergseen …“ (Oberösterreichische Nachrichten, 17. Jänner 2009)

Maria Fekter, von vielen Bloggern und scheinbar jedem Kommentar-Schreiberling egal welcher Tageszeitung unliebsam „Schotter-Mitzi“ genannt, steht nun schon seit Tagen und Wochen im Blickfeld der Weltöffentlichkeit Österreicher. Sie ist die eiserne Lady der ÖVP, und hat mit dem Vorsitz des Innenministeriums wohl eines der unliebsamsten Ministerien zu kontrollieren.

Zuallererst möchte ich – wieder einmal – auf den Fall Arigona Zogaj zu sprechen kommen.

„Ich habe nach den Gesetzen vorzugehen, egal ob mich Rehlein-Augen aus dem Fernseher anstarren oder nicht.“  (Maria Fekter, nach dem Bekanntwerden der neuen Asylverfahren)

Nachdem Nurije und Arigona Zogaj von nun an wieder offiziell Asylwerberinnen sind, gab unsere Innenministerin schon nach Kurzem bekannt, dass sich die Beiden sicherlich nichs zu erwarten brauchen. Der Asylantrag würde sowieso wieder abgelehnt. Ich finde es interessant, dass Frau Fekter dies so einfach verlautbaren kann, ohne die aktuellen Entwicklungen zu kennen. Es kommt mir viel mehr so vor, als würde irgendwo im Büro der Innenministerin ein Plakat hängen, auf dem in dicken Lettern steht: 

Egal, was passiert: Arigona darf nie Österreicherin werden!

So zumindest erscheint es. Der ehemalige Innenminister Günther Platter hat sich, nachdem er sich selbst strafbar gemacht hat (und mit ihm sein Landeshauptmannskollege Josef Pühringer), einfach nach Tirol zurückgeschlichen und Maria Fekter das Schlachtfeld überlassen. Und neben ihren blauen Augen (wie frischer Waffenstahl) zeigt ihr Gesicht noch ein anderes faszinierendes Detail: Sie lächelt kaum. Und so ist sie, neben Wissenschaftsminister Johannes Hahn (und Infrastrukturministerin Doris Bures), eine der ungutesten Politiker der aktuellen Koalitionsriege. 

Und nun zum aktuellen Fall Umar Israilov, welcher nun schon so weit führte, dass nicht nur der grüne Rabauke Peter Pilz (Tagebucheintrag vom 26. Jänner 2009 ) den Rücktritt fordert. 

Am 10. Juni 2008 informierte ein reumütiger russischer Agent den Verfassungsschutz darüber, dass der Tschetschene Umar Israilov ermordert werden sollte. Aus „Kostengründen“ verweigerte die Republik dem Flüchtling Personenschutz. Vergangen Woche wurde er erschossen (Falter 4/09, Seite 10)

Wenn die Reportage im Falter wirklich stimmt (und so scheint es mir), ist das allein schon Grund für einen Rücktritt. Aber Maria Fekter verwickelt sich jetzt mehr und mehr in divergente Aussagen. Scheinbar hat sie keinen Überblick über ihr Ministerium. Und deswegen fordere auch ich den Rücktritt dieser nicht mehr tragbaren Politikerin. Aber leider hat man in Österreich nicht mehr diesen Anstand, nach misslungener Arbeit reumütig abzutreten. Fehler einzugestehen ist sowieso nicht die Stärke der österreichischen Politik.

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The Printed Blog – Die Tageszeitung aus Weblogs

The Printed Blog

Am 27. Jänner 2009 erscheint die erste Ausgabe von „The Printed Blog“.

Viele Zeitungen schaffen es schon, verschiedene Blogeinträge zusammen zu suchen, um sie dann abzudrucken. Die Presse, zum Beispiel, veröffentlichte 2008 jede Woche die besten Blogeinträge, stellte diese Idee aber aufgrund zu hohen Aufwandes wieder ein. „The Printed Blog“ macht es jetzt anders.

Was kann man sich also unter dieser Zeitung vorstellen?

Joshua Karp, Gründer und Herausgeber von „The Printed Blog“ beschreibt es in kurzen Worten jedenfalls so: “Wir versuchen, die erste gedruckte Tageszeitung auf die Beine zu stellen, die ausschließlich aus Blog-Einträgen und anderen User-generierten Inhalten besteht“ Sozusagen bekommt man hier eine Zeitung, nur mit user-generated Content. [In österreichischen Zeitungen ist der einzige regelmäßige user-generated Content die Leserbriefsparte; in einer ganz bestimmten Zeitung hat er sogar schon Kultstatus]

Durch die rege Beteiligung der Web-Community verspricht sich „The Printed Blog“ nämlich einen bedeutenden wirtschaftlichen Vorteil gegenüber herkömmlichen Tageszeitungen, die für Mitarbeiter und Recherche bereits einen gewichtigen Anteil des eigenen Budgets aufwenden müssen. derstandard.at

Aktuell gibt es die Zeitung in Chicago und San Francisco. Je nach Erfolg der ersten, wöchentlich erscheinenden Gratisausgaben wird der Erscheinungszyklus an die Nachfrage angepasst. 

Genau so etwas bräuchte man in Österreich, um den Blogs zu mehr Popularität zu verhelfen und Blogs selbst professioneller werden zu lassen. Die Idee dahinter ist, meiner Meinung nach, genial: Die Webcommunity schlägt Texte vor, man kann für sie voten bzw. eine Redaktion wählt sie aus. Und ich denke, dass auch die Werbeindustrie schnell darauf aufmerksam wird. In Österreich könnte es wohl maximal eine Wochenzeitung werden, von minimalem Umfang. [Also nicht im Umfang klassischer Wochenzeitungen]. Aber es wäre zumindest ein Versuch wert, um so das Web 2.0 mit dem Real Life 1.0 zu verbinden. 

Link: theprintedblog [iPod Touch-Verlosung]

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Luftangriffe auf Pakistan

Nach mehreren mutmaßlichen US-Raketenangriffen im Nordwesten Pakistans bittet zurzeit das Außenministerium in Islamabad Barack Obama die Angriffe zu stoppen. Bisher wurde von Seiten der Amerikaner weder etwas bestätigt oder dementiert. Vielmehr herrscht im Weißen Haus zurzeit ein beinahe beunruhigendes Schweigen im Bezug auf Pakistan.

Der Nordwesten Pakistans ist ein Rückzugsgebiet für Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern. Neben 8 Extremisten wurden aber auch 14 Zivilisten getötet. Seit dem August des Vorjahres gab es 30 solcher Angriffe. Barack Obama meinte ja, dass nun auf Afghanistan das Hauptaugenmerk liegt, aber zu den Drohnenangriffen hat er im gesamten Wahlkampf nichts gesagt.

Obama is making the war in Afghanistan and the intertwined al-Qaida fight in Pakistan his top foreign policy priority. He has not commented on the missile strike policy, but struck a hawkish tone during his election campaign. [23. 01. 2009 - Huffington Post]

Nach 3 Tagen im Amt wurde zum ersten Mal von diesen Luftangriffen berichtet. Bis heute gibt es keine Nachricht aus dem Weißen Haus. Wo ist die Transparenz, die man sich durch den neuen US-Präsidenten erhofft hatte? Und ist Barack Obama nun doch nur der neue Bush? 

Einige Medien berichten zumindest so. Auf ORF.at, einer Nachrichtenseite, die ihn in den letzten Monaten mehrmals in den Himmel gehoben hat, hat ihn nun schon wieder ganz nach unten geholt. 

Bush-Linie fortgesetzt
Von „Change“ keine Spur [25. 01. 2009 - ORF.at]

Es ist verfrüht, Obama schon jetzt mit Bush zu vergleichen. Oder überhaupt über ihn zu urteilen. Was haben wir denn erwartet? Einen pazifistischen Kriegsgegner? Obama hatte seine Pläne für den Irak und Afghanistan, und das weiß man auch, wenn man seinen Wahlkampf mitverfolgt hat. Die Luftangriffe der Amerikaner liefen die ganze Zeit. Und hat man erwartet, dass sie von einen Tag auf das andere abgestellt werden?

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obama.watch | Der Watchblog auf POLILOG

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Barack Obama ist seit dem 20. Jänner 2009 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Und nicht nur die Amerikaner erwarten von ihm Dinge, die in ihrer Gesamtheit vollkommen unmöglich ist. Amerika steht vor einer schweren Hürde. Das Staatsdefizit ist in Rekordhöhe, die Wirtschaft ist am Boden. Und im Irak und in Afghanistan ist auch jetzt immer noch Krieg. 

Nach den Jahren unter George W. Bush [2000-2008] hat Barack Obama die Menschen bewegt. Mit seinen Reden von Hope und Change. Seine Präsidentschaft soll in die Geschichte eingehen. Seine Inauguration war ein globales Medienereignis. 

Ich habe es mir hier auf POLILOG zur Aufgabe gemacht, seine Arbeit zu beobachten und kritisch zu bewerten. Teilt mir eure Meinung zu Barack Obama mit!

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Blogparade: Wem oder was nützen Blogs?

Aaron hat sich zum Start seines neuen Blogs etwas überlegt. Und beginnt auch sogleich eine Blogparade. Wie auch schon jene von Thomas, welche ich hier beantwortete,  befasst sie sich im Groben mit dem Thema Web 2.0 und im Spezifischeren mit dem Thema Blogs.

Wem oder was nützen Blogs? - Das ist natürlich eine gute Frage. Und neben der Frage „Sind Blogs tot?“ wohl wahrscheinlich die Zweitbeliebteste. Also: Blogs sind nicht tot (sie werden erst einmal richtig lebendig, irgendwann einmal) und Blogs sind nützlich. Wenn man von der noch überschaubaren österreichischen Blogosphäre (die Top-Blogger befinden sich scheinbar allesamt in Wien) ausgeht, kann man eigentlich nur – wenn überhaupt – eine ganz klitzekleine Nützlichkeit erkennen. Meistens ist es ja so: Blogger bloggen für Blogger. Ich denke, dass nur ein ganz geringer Prozentsatz Stammleser keinen eigenen Blog hat. Aber wie ich erst kürzlich twitterte, fällt mir auf, dass immer mehr Menschen nun schon etwas unter diesem ominösen Begriff „Blog“ verstehen. Und wenn man erst einmal dem frisch beginnenden User erklärt hat, dass es beileibe kein höchstprivates Tagebuch sein muss, sondern sehr häufig (und meist um einiges erfolgreicher) themenspezifisch ist. Politik eben, oder Gesellschaft. Oder Fußball. Oder auch: Schwangerschaft. Alles ist möglich.

Aber das ist nicht wirklich die Antwort. Wem nützen Blogs? Ich denke, zurzeit sind Blogs vor allem interessante Informationsquellen für internetaffine und interessierte Menschen. Ich wette – und das mit vollem Ernst -, dass ich durch die Benutzung der Medien des Web 2.0 einerseits viel schneller [Twitter sei Dank] und andererseits auch differenzierter informiert bin, als Menschen, die sich nur durch Zeitung, TV und Radio Informationen beziehen. Blogs sind zwar zu 100 % subjektiv, aber dass sind alle anderen Medien auch. Nur, dass es Blogger eben meist selbst zugeben, und somit um einiges kritischer agieren können. Blogs können Themen Platz einräumen, welche von den großen Medien eher wenig beachtet werden (bei NEUWAL lag ein Fokus auch auf die Kleinparteien und Parteigruppierungen, die Unterstützungserklärungen sammelten). 

Wir leben glücklicherweise in einer Demokratie. Und durch Blogs können wir unser Recht auf freie Meinungsäußerung perfekt ausleben und erreichen damit unzählige Menschen. Blogs haben in Österreich bis jetzt noch nicht die Macht, meinungsbildend zu wirken, aber im Laufe der Zeit wird auch das noch eintreten. Dass z.B. auch 9 der wichtigsten Web 2.0-Blogger das neue T-Mobile G1 – Handy zu Testzwecken zur Verfügung stellen, zeigt, dass auch renommierte Firmen immer häufiger auf die große Leserschaft von Blogs aufmerksam werden. Ein Gadget für das mobile Internet kann doch wohl nur im Internet richtig vermarktet werden. Denn gerade hier liegt der größte Markt für eben dieses. Und ich behaupte auch, dass Politikinteressierte immer öfter auf Blogs aufmerksam werden. Eine Redakteurin der österreichischen Zeitung Economy bat mich kürzlich um ein Gespräch zum Thema Blogs und Demokratie. Leider ging es sich aus Zeitgründen nicht mehr aus, aber in einem baldigen Gespräch werden wir über die österreichische Blogosphäre diskutieren. Und auch das Qualitätsmagazin DATUM arbeitet aktiv mit Blogs.

Blogs befinden sich in Österreich noch in den Kinderschuhen. Aber je öfter andere Medien auf Blogs aufmerksam werden und sie bewerben, desto höher werden mit Sicherheit auch die Leserzahlen. Und irgendwann werden auch Nicht-Blogger wissen, was ein RSS-Feed ist, und sich neben z.B. orf.at oder diepresse.com auch auf den renommiertesten Blogs Österreichs informieren. Und ja, ich glaube, dass sich in nächster Zeit einige Blogs herauskristallisieren werden. Persönliche Blogs sind sohingehend auf eine geringe Leserzahl eingestellt, aber themenspezifische Blogs werden aktuell immer häufiger und stärker genutzt.

Blogs sind ein unglaublich wichtiger Bestandteil der freien Meinungsäußerung. Denn neben dem (oft geleugneten, aber völlig offensichtlichen) Stolz über die Selbstpublikation kann man so seine Meinung kundtun, sie mit anderen teilen oder Diskussionen lostreten. Wenn Blogs in Österreich erst einmal eine gewisse Wichtigkeit auch in der Non-Web2.0-Generation hat, erst dann sind Blogs auch wirklich von „weltbewegendem“ Nutzen. Zurzeit hingegen würde ich behaupten, dass sie zwar höchstinteressant, zu einem gewissen Teil auch schon kurz vor dem Schritt vom Amateurhaften zum Professionellen sind, aber trotzdem nur eine relativ geringen Leserschaft nützlich sind. Oder um es besser zu sagen: Sie sind für alle nützlich, nur eine Minderheit aber nutzt sie.

Weitere Blogparadenbeiträge [wird täglich aktualisiert]
Who benefits from blogs? 
- YOIT.cc
Blogparade: Wem oder was nützen Blogs? - EFO. PUNKT. CH

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Obamamania

hope

Obamicon You? Hier.
Via Helge

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Gaza – Und auf welcher Seite stehst du?

Der neue Videocast von Robert Misik auf derstandard.at lässt mich jetzt, zu so später Stunde, noch einmal in die Tasten tippen. Er greift in diesem sehenswerten Video ein Thema auf, dass mir selbst schon vor einigen Tagen ungut auffiel. Denn, im Gegensatz zu all den Demonstrationen zum Irakkrieg 2002, in dem es einfach vor allem nur „Against war“ ging, verläuft der aktuelle (eskalierte) Konflikt im Gaza-Streifen. In unzähligen Ländern gibt es Unterstützungsbekundungen für die Palästinenser und selbst ich wurde per Facebook zu einer Kundgebung eingeladen, um auf der Seite der Israelis zu stehen.

Dass österreichische Moslems und Juden natürlich zu einer Seite tendieren, verüble ich ihnen nicht einmal. Auch wenn es, aufgrund der Entfernung nicht wirklich nötig wäre. Aber dürfen wir Österreicher christlichen Glaubens (bzw. Atheisten) uns auf eine Seite der „Macht“ stellen? Dürfen wir entscheiden, wer im Recht und wer im Unrecht ist?

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Seit ich mich erinnern kann, gibt es im Gazastreifen einen Konflikt. Immer wieder artet er aus. Aber warum gehen die Menschen weltweit nicht auf die Straße um Frieden zu fordern. Um eine diplomatische Lösung mithilfe verschiedener Berater zu finden. Mit genug Anstrengung und auch einer gehörigen Einmischung der UN (auf welche ich schon seit Jahren warte), mit Druck der EU, Amerika, Russland und was weiß ich für einer Weltmacht, könnte man eine Lösung finden. 

Was die beiden Völker verbindet, ist ihr tief verwurzelter Hass. Egal ob die Hamas oder Israel … auf beiden Seiten wurden so viele Fehler gemacht, die Einen wurden jahrzehntelang unterdrückt, die Anderen schießen ständig auf zivile Ziele. Und da wir, wir hier in Österreich, der Insel der Seeligen, keine Ahnung haben, was da unten nun wirklich abläuft, dürfen wir uns nicht für eine Seite entscheiden. 

Normalerweise müsste man gegen jedwede Art von Krieg sein. Genau das fehlt mir bei den aktuellen Meinungen vieler Linker, die sonst ihren Fahne des Pazifismus hochstrecken. Und so hoffe ich, dass ich es irgendwann noch einmal erleben werde, dass in dieser Region, dem Gaza-Streifen zwei Völker friedlich nebeneinander leben können. So würde mein utopischer Traum vom Weltfrieden ein kleines bisschen realer.

[Bildquelle: Ein Ausschnitt aus diesem Bild von Gauravonomics]

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Blogparade: Internetwahlkampf – Yes we can?

Thomas ruft auf seinem Blog Feuerhaken zu einer Blogparade zum Thema „Internetwahlkampf“ auf, und ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, auch zu diesem Thema meinen Senf dazuzugeben.

Nach dem erfolgreichen Wahlkampf des baldigen – und 44. – amerikanischen Präsidenten, sprechen sowohl in Österreich als auch in Deutschland alle vom Start des Internetwahlkampfes auch im deutschsprachigen Raum. Let’s make it Obama hört man von jeder Seite rufen. Doch was machte denn nun dieser Herr Obama und seine Wahlkampfleute so anders? Seine Seite barackobama.com [aktuell kann man nur noch spenden] war das Zentrum seines Erfolges. Obama hatte ein Profil auf Facebook, er twitterte [oder wurde getwittert] und das Wichtigste: seine Homepage war eine Plattforum zur Vernetzung von politisch Interessierten, von Wahlkämpfern. 

Durch die Mitarbeit bei NEUWAL und die Vorträge auf dem letzten BarCamp in Wien [Bericht 1, Bericht 2] habe ich den Wahlkampf zur Nationalratswahl im Web 2.0 [Max fasst zusammen] beobachtet. Was haben die österreichischen Parteien letztes Jahrs also getan?  Die SPÖ schuf für die Jugend die Plattform „Neue Politik“, eine Ansammlung von Partypics. Faymann und Molterer bekamen Homepages, mit wundervollen Lebensläufen und Links zu flickr und YouTube. Für Molterer wurde getwittert, und Eva Lichtenberger war wohl die schillerndste Figur der Grünen im Internwahlkampf 08. FPÖ und BZÖ verzichteten vollkommen darauf, und ihre Homepages blieben relativ unverändert. Wie die Wahl ausging, wissen wir ja nun: Gerade diese zwei Parteien konnten sich als Wahlsieger sehen.

Heißt dies denn nun, dass der Internetwahlkampf in Österreich und wahrscheinlich auch in Deutschland (noch) nicht funktioniert? No, we can’t? Dazu müsste man natürlich die Bedeutung von Web 2.0 im deutschsprachigen Raum untersuchen. Meiner Meinung nach kann man das Nutzungsverhalten hier noch in keinster Weise mit jener in Amerika vergleichen. Aber vor allem der rasante Aufstieg von Facebook auch hier im deutschsprachigen Raum und die nun schon häufigere Berichterstattung über Blogs zeigt, dass wir höchstwahrscheinlich auf dem richtigen Weg sind.  Aber – so sehe es ich zumindest – ist Österreich nicht das perfekte Testobjekt, um einen „Obama-Wahlkampf“ zum ersten Mal in Europa durchzuführen.

Der Grund, warum ich sowohl für die Landtagswahlen in Österreich, die Bundestagswahl in Deutschland und die EU-Wahl, keinen weltbewegenden Internetwahlkampf erwarte: weil eine Persönlichkeit, wie Obama es ist, fehlt. Weil man nicht von einer neuen Art der Politik spricht, sondern einfach nur neue Personen nach vorne stellen, welche die gleiche, (ver)alte(te) Politik vertreten. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich nichts von einem iWahlkampf halte.

Das größte Problem ist, dass die Parteien immer erst kurz vor der Wahl an das berühmte Wort „Web 2.0″ denken. Dann muss plötzlich jeder bloggen, twittern, in jeder Community auftauchen, Videos auf YouTube online stellen, Kinderfotos auf flickr laden. Nach der Wahl – und das scheinen heutzutage die meisten Politiker vergessen – ist vor der Wahl. Jeder Politiker, der der Sprache etwas mächtig ist [und das sind sicherlich so einige; einer, der es nun Gott sei Dank wieder lässt: der ehemalige Sozialminister Buchinger] sollte bloggen. So wird Politik transparent. Nachvollziehbarer. Das ist doch etwas, was sich die Wähler schon seit langem wünschen.

Und auch wenn dieser Beitrag jetzt möglicherweise etwas unzusammenhängend wirkt [es ist spät nachts, und gesundheitlich irgendwie nicht ganz auf der Höhe], so hoffe ich doch, dass er einen kleinen Einblick in meine Meinung vom Internetwahlkampf schafft. In einer kurzen Zusammenfassung: Der Internetwahlkampf wird immer wichtiger, und ich meine spätestens bis zum Jahr 2013 [ich bin optimistisch und erwarte mir in diesem Jahr die nächste Nationalratswahl] werden die Parteien schon mehr verstanden haben, wie wichtig das Internet ist. Das Wichtigste wird aber auch hier vor allem die Vernetzung sein. Vielleicht nicht im Aufbau einer eigenen Plattform, sondern in der Nutzung vorhandener Communities. Und dann könnte man auch endlich von einer langfristigen Politik 2.0 sprechen.

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