
Was macht die FPÖ in ihrer Parteizentrale? Scheinbar beginnt man aus lauter Langeweile, Selbstversuche á la Jackass zu starten. Der FP-Abgeordnete Harald Vilimsky ließ sich nämlich kürzlich von einem Elektroschocker, einem sogenannten Taser beschießen. Er wollte damit aufzeigen, dass der Verbot von Tasern für Justizwachebeamte durch die ehemalige Justizministerin Maria Berger (SP) unbegründet sei.
Die Tageszeitung KURIER ließ sich auf das Spiel ein und filmte für ihre Homepage diesen Selbstest. Ein KURIER-Redakteur ließ sich anschließend selbst auch noch auf dieses etwas makabere Spiel ein. Über Taser und deren Einsatz für Justizwachebeamte kann man streiten, natürlich. Aber ist das der Journalismus, welche man von einer halbwegs normalen österreichischen Tageszeitung erwartet? Wohl eher nicht.
Das Ergebnis des Taser-Tests: Schmerzverzerrte und verkrampfte Körper von Vilimsky und dem KURIER-Journalisten und das Resümee, dass es doch schmerzhafter als gedacht war, aber der Verbot unbedingt aufgehoben gehöre. Und die beiden Justizwachebeamten, welche Vilimsky selbst organisierte, könnten nun auch mit Folgen rechnen. Ein Sprecher des Justizministeriums bestätigte, dass der Einsatz nicht autorisiert war und es sich somit um ein “Privatvergüngen” handle.
Was mir jetzt noch übrig bleibt, ist ein langes Kopfschütteln. Das nenn’ ich mal Politik. Ähem. Ist das die FPÖ? Ich befürchte.
1 Antwort zu „Mit dem Taser gegen Vilimsky – Ein Selbstversuch und der KURIER“