
Nachdem die KPÖ bei der Nationalratswahl nur 0,76 Prozent der Stimmen bekam (zum Vergleich: 2006 erhielt die Partei genau einen Prozent), überlegt der Clubchef der steirischen KPÖ, Ernest Kaltenegger, die Gründung einer linken Wahlplattform nach deutschem Vorbild.
Auf Bundesebene hadere man mit dem “Handicap der verlorenen Stimme”, weil man der KPÖ den Einzug in den Nationalrat nicht zugetraut habe; das Potenzial sei aber vorhanden, so Kaltenegger. [orf.at]
Laut Kaltenegger müsse die Gründung einer “linken Alternative” gut vorbereitet sein, einen Fehlstart könne man sich nicht leisten. Zwar habe man keine profilierten Spitzen wie Oskar Lafontaine oder Gregor Gysi, die “Die Linke” in Deutschland zu einer “Volkspartei” mit einem Ergebnis von 8,7 % Prozent bei der letzten Bundestagswahl führte. Doch der Klubchef der KPÖ sehe auf der Ebene der Betriebsräte “sehr gute und kritische Leute, die noch bei der SPÖ sind”.
Für den Aufbau der Partei “Die Linke”, die schon bei der Nationalratswahl 2008 antrat, stand anfangs die KPÖ für ein solches Bündnis bereit. Allerdings strebte sie auf Grund von bestehenden Programmatischen Differenen eine eigenständige Kandidatur an. “Die Linke” erhielten bei der Wahl 324 Stimmen, und bekamen somit 0,0 % der Stimmen (im Vergleich: die KPÖ bekam 34.107 Stimmen).
Ernest Spindelegger sorgte durch seine Kandidatur als Spitzenkandidat der KPÖ bei der Grazer Gemeinderatswahl 1998 7,8 % der Stimmen, und somit vier Mandate und erstmals eine Vertretung im Stadsenat, 2003 konnte man auf 20,8 % erhöhen, und hielt damit 12 Mandate bzw. zwei Stadssenatsmandate sowie 25 Bezirksratsmandaten. Bei der Wahl zum steirischen Landtag am 2. Oktober 2005 schaffte die KPÖ den Einzug in den Landtag mit vier Mandaten. Bei der Grazer Gemeinderatswahl 2008 hingegen verlor die KPÖ an Stimmen und erreichte mit 11,2 Prozent nur mehr sechs Mandate und einen Stadtsenatssitz sowie 13 Bezirksratsmandate. Und doch sind das überwältigende Werte für die KPÖ. [Zusammenfassung via Wikipedia]

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