POLILOG

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„FH-Studis werden laut“ – Wirklich?

Warum ich mich mit den Uni-Protesten absolut identifizieren kann, es mir aber schwer fällt, den FH-Protest voranzutreiben. Warum dieses Treffen gestern Abend selbst das Interesse bei wirklich Interessierten sehr schnell schwinden ließ und warum einfach irgendwie ja doch etwas falsch läuft.

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Über die Parteijugend

Einige Informationen vorab: Ich, als Ersatzgemeinderatsmitglied der SPÖ in einem kleinen 3.800-Einwohner-Kaff kurz vor den Tiefen des Salzkammerguts wurde vor einigen Wochen angefragt, ob ich Interesse daran habe, eine JG, also eine Junge Generation (eine mir zuvor zwar kaum bekannte, aber scheinbar schon sehr anerkannte SP-Jugendorganisation) in meinem Heimatort gründen möchte. Hier meine Gründe, warum ich mich nicht dazu im Stande sehe, dies zu tun; warum ich auch keinen Sinn darin sehe und was ich grundsätzlich von Jugendorganisationen halte

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Ein Relaunch?

In meinen bisherigen Blogeinträgen nach anscheinend längerer Pause habe ich immer wieder beteuert, wie sehr mir doch das Projekt „POLILOG“ am Herzen liegt. Das ist nun nicht mehr so.

In den letzten Tagen habe ich sogar mehrfach überlegt, den Blog zu schließen, und meine Meinung unter einer neuen URL zu veröffentlichen. Ich wollte einen Blog rein zu Web 2.0- und Technik-Themen machen, vor allem, weil ich mich dann auch wirklich mit allen neuen Dingen in dieser Welt auseinandersetzen müsste. Und einen Blog für Politik und Gesellschaft (und Medien).

In letzter Zeit verfiel ich immer mehr meiner Rolle des Gutmenschen. Okay, ich habe nie versucht, objektiv zu sein (die ersten zwei, drei Wochen von POLILOG vergessen wir mal), aber zuletzt war ich entweder sehr aufgebracht und/oder gefühlsüberladen. Mir gefallen die Einträge, heute gelesen, nur mehr sehr selten. Was mir aber heute noch gefällt sind die politik-, gesellschafts-,  Web 2.0- und medientheoretischen Einträge. Die gab es zwar nicht in so großer Anzahl, aber in meist gelungener Ausführung.

Vielleicht spezialisiere ich mich darauf. Mir würde das gefallen. Es würde zwar dann auch keine täglichen Blogposts regnen, aber die Wenigen (2-4 Mal pro Monat) würden dann wenigstens meinen Qualitätsansprüchen (und hoffentlich auch Euren) genügen.

Was haltet ihr davon? Neue Blogs? Anderer Titel für den Blog? Helft mir bei meiner Selbstfindung.

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Die #unibrennt noch immer

Nachdem nicht nur auf derStandard.at und neben allen anderen Blogs und Twitter auch hier sehr viel über die aktuelle Demonstration an der Hauptuni Wien diskutiert wurde, ist es wohl nicht grundlos, wenn ich noch einmal ans Mikro gehe. Der gestrige Eintrag sollte nur meine Solidarität zeigen, mein Unverständnis über eine demonstrationsunwillige Gesellschaft. Jetzt schaue ich noch einmal genauer hin.

Ich habe das Unileben ein Jahr lang mitbekommen. Publizistik an der Hauptuni, kurz auch Politikwissenschaften im NIG. Und so kann auch ich sagen: Es sind einfach unvorstellbare Zustände. Und das, obwohl ja im ersten Semester 2008 sogar noch Studiengebühren eingehoben wurden. Da frage ich mich wirklich: Was bringt die erneute Forderung nach der Einführung eben jener? Nichts, Herr Hahn, rein gar nichts. Nach 7 Jahren Studiengebühren bin ich ins Unileben geschlüpft und konnte nicht wirklich viel Positives vorfinden. Was solle sich denn da verändern, würde mich interessieren? Wenn man den Demonstranten vorwirft, realitätsferne Forderungen aufzustellen, dann möchte ich bitte auch von Wissenschaftsminister Hahn hören, was man durch die Einführung der Studiengebühren verbessern möchte. Ich höre bisher immer nur: Weniger Bummelstudenten, schnellere Abschlüsse. Werden wir dazu nicht automatisch verpflichtet? Wird es uns nicht sogar erschwert, mehrere zeitintensive Studien nebeneinander zu studieren?

Lustig finde ich wirklich auch die Aussage, dass die Demonstranten zwar „mehr Bildung“ fordern, aber durch ihre Demo im Audimax „weniger Bildung“ ermöglichen. Wie haarsträubend kann man eigentlich denn noch vergleichen?

Dann kommt die Frage rund um die STEPs. Publizistik arbeitete 2008 ja mit Zugangsbeschränkungen, man musste die Prüfungen rund um STEP 1, STEP 3 und STEP 4 nicht unbedingt schaffen, aber unter die besten 960 Studenten reinkommen. Was einerseits nicht wirklich schwer war, weil nur rund 1000 Menschen zu den Prüfungen antraten. Was mich an den STEPs ärgerte, war ihre Langweiligkeit. Da kommt man ins Studium, voller Vorfreude, und dann lernt man im ersten Semester von der „Einführung in das kommunikationswissenschaftliche Arbeiten“, der „Einführung in das kommmunikationswissenschaftliche Schreiben“ und sowas. Natürlich ist das wichtig (das Gleiche habe ich nun auch an der FH für Medienmanagement), aber soweit mir bekannt war, konnte man in ja anfangs nur diese drei STEPs machen. Wer dann noch Interesse am Studium hatte, wurde mit Medienkunde, Mediengeschichte und weiteren Fächern im 2. Semester belohnt. Warum muss man den Anfang so unglaublich abschreckend machen? Damit diese pösen pösen Bummelstudenten rausfallen? Da muss ich sagen: Nein … es trifft die Falschen.

Ich habe die Forderungen mal überflogen. Kann ihnen bei einigen vollkommen zustimmen, bei einigen durchaus, bei einigen natürlich auch gar nicht. Aber es muss doch etwas passieren! Michael Völker fand im Standard die richtigen Worte. Da haben wir schon mal einen Ansturm an Studenten und keiner freut sich drüber. Kein einziger Politiker erfreut sich daran, sondern man ruft nach Zugangsbeschränkungen, und versucht natürlich wieder gegen diese pösen pösen Bummelstudenten zu kämpfen. Und Hahn, so gern man ihn haben kann (kann man das?) ruft einfach nur wieder nach Studiengebühren? Hä?

Wo ist die Vision? Wo die Freude?

Zum Schluss (der Zug fährt in den Bahnhof ein) möchte ich noch sagen: Ja, ich bin bereit, Studiengebühren zu zahlen. So wie an der FH St. Pölten. Wer schon einmal dort studiert hat, versteht es. Ich habe einen fixen Platz (in einem Raum mit genügend Plätzen), die FH ist gut ausgestattet, die Vortragenden am neuesten Stand (und arbeiten nicht mit ihren eigenen Skripten von vor dem Krieg). Ja. Aber ich würde nie wieder an einer Universität wie jener in Wien Studiengebühren bezahlen. Ich schenke doch mein Geld nicht her.

Das Problem hier sind nicht die Demonstrationen an den Unis (wobei ich natürlich hoffe, das sich das auf ganz Österreich ausbreitet, wie ein Lauffeuer). Das einzig große Problem ist die Unfähigkeit eines gewissen Herrn Hahn, meine Hassperson Nr. 2 in der VP (ratet mal, wer auf Platz 1 kommt!).  Er hat keine Ahnung, will nicht die Wissenschaft verbessern sondern das Elitentum forcieren. Und dem kann ich einfach rein gar nichts abgewinnen!

Und nun an alle VP-Wähler, denen ich gestern zu nahe getreten bin: Tut mir Leid, ich habe leider nur von keinem mir bekannten VP-Wähler gehört, dass man Demonstrationen toll finde, sie unterstütze. Meistens spricht man von linkslinken Veranstaltungen, den linken Träumern, von „man will ja nur nicht arbeiten/studieren“. Weil das ja die Linken immer so machen. So wie die VP-Wähler gerne die Linken verallgemeinern, so habe ich es eben gestern mit den VP-Wählern gemacht. Ausgleichende Gerechtigkeit, nicht?

Und was man den Demonstranten (neben ganz vielen Sachen) einfach zugute halten muss: Sie haben das Ganze wieder zu einem Gesprächsthema gemacht. Und das, meine lieben Leser, wurde ja wohl auch Zeit.

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#unibrennt … Dieser Hörsaal ist besetzt!


(c) derstandard.at

Einerseits hat es mich ja überrascht, dass, so ohne größeres Aufsehen (ich wäre ja zumindest noch im Verteiler) so eine Protestaktion gestartet wurde. Andererseits erfreut es mich, dass man endlich etwas dagegen unternimmt. Die #unibrennt, aber nicht im eigentlichen Sinne (glücklicherweise!). Das ist der Hashtag auf Twitter, mit denen die Außenstehenden mit Informationen versorgt werden. Hunderte (Tausende?) Studenten haben sich im Audimax der Hauptuni eingefunden, um für mehr Geld, gegen das ungerechte Bologna-System und sowieso dem Unwillen der Regierung in Sachen Wissenschaft, Forschung und Bildung im Allgemeinen zu demonstrieren. Zumindest bis morgen werden sie dort ausharren und ich wünsche es ihnen nur, dass ihre Anliegen in Erfüllung gehen.

Was mich aber stört, ist das aktuelle Aufsehen. ‘Hach, diese Studenten, zu blöd zum Arbeiten, die können ja sowieso nur streiken’ hört man aus dem immer wieder tiefsinnigen ORF-Foren. Und auf Twitter sind es genau die, die so oft über unzureichende Studienplätze sprechen, die nun endlich das ‘Ende dieser linkslinken Aktion’ wünschen. Ich versteh euch nicht, Leute!

Da redet ihr immer davon, dass die heutige Jugend so lasch ist und für ihre Anliegen nichts mehr tut, und dann macht sie eben mal was … und ihr könnt einfach nur motzen!

Es ist nicht die junge Generation hier, die idiotisch ist. Die Gesellschaft ist einfach kaputt, wird man jetzt schon schief angesehen, wenn man für seine Anliegen eintritt. Maria Fekter sagte es einmal schön:

Frau Fekter, wofür würden Sie auf die Straße gehen?
Für gar nichts. Auf die Straße zu gehen, ist für mich persönlich keine Option.
Warum?

Weil damit fast immer Exzesse und Ausschreitungen verbunden sind und ebenso Gewalt und Eskalation möglich sind.

Quelle: http://www.dasinterview.at/index.php?inc=0Fekter

Und das sagte sie damals in Zeiten der #iranelection-Demos.

Ich unterstütze in meiner Funktion als ehemaliger Uni-Student die Demonstranten von ganzem Herzen. Möget Ihr durchhalten! Mögen die dummen Stimmen von VP und diesen Links-Hassern endlich verstummen. Wir nehmen eben nicht alles hin, so wie es ist. Vielleicht verstehen wir daher ja sogar etwas mehr von Politik als ihr.

Und auch ich werde, nach der Arigona-Demo in Frankenburg, der Iran-Demo in Wien und dem Lichtermeer vor dem Parlament an vielen weiteren Demos teilnehmen. Um Solidarität zu bekunden und um Missstände aufzuzeigen! So, wie es sich für einen Menschen in einer Gesellschaft gehört.

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Menschenteufel – Doing it Web 2.0

Menschenteufel

Seit heute, dem 12. Oktober 2009, ist Marcus Rafelsbergers neues Buch „Menschenteufel“ im Handel erhältlich. Das wäre ja noch nicht unbedingt so unglaublich wichtig, um auf POLILOG einen Eintrag zu schreiben. Aber ein kleines feines Detail lässt es mich doch tun.

Denn das Buch ist ja mal sowas von Web 2.0:

Marcus Rafelsberger twitterte auf seinem Account @rafelsberger über die aktuellen Geschehnisse vor der Veröffentlichung. Auf seiner Fanpage veröffentlichte er stets aktuell neue Infos. Was aber wirklich das Besondere ist: Die ersten paar Kapitel des Buches stellte Rafelsberger in den letzten paar Wochen häppchenweise, aber vor allem auch fürs iPhone-optimiert auf menschenteufel.at online. Auch jetzt noch kann man sich in das Buch hineinlesen, bevor man dann im Buchhandel oder via Amazon kauft.

Über das Buch …

»Dieses Wesen gibt es nicht. Hat es nie gegeben. Nur in Sagen, in Religionen und Mythen.«
»Jetzt auch in Wien.«
»Das ist ein Witz.«
»Wäre uns allen lieber.«

Eigentlich müsste sich Oberinspektor Laurenz Freund um seinen dementen Vater kümmern. Da geschieht in einer der schönsten Städte der Welt ein grässliches Verbrechen. Halb Mensch. Halb Tier. So steht das Opfer mitten im Wiener Prater. Als die Leiche mit Bocksbeinen und Hörnern gefunden wird, ist in Wien der Teufel los. Nur dank modernster technischer Mittel behält Freunds Sonderkommission die ausufernden Ermittlungen im Griff. Eine alte Fotografie und die Verbindungen zum Fall einer jungen Kollegin führen die beiden schließlich ein Menschenalter zurück – und direkt in die Hölle…

… und den Autor

Marcus Rafelsberger wurde 1967 in Wien geboren. Er war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »DER STANDARD« (»Keine Anzeige von Marcus Rafelsberger«), als Kreativer und strategischer Planer arbeitet er für Kommunikationsagenturen und Unternehmen in Österreich und Deutschland. Seine Arbeiten wurden national und international ausgezeichnet.
Von 1995 bis 2003 lebte er in Hamburg. Dort entstand sein erster Kriminalroman »Das Prinzip Terz« (Emons, Köln, 2004). Seit 2003 ist er wieder begeisterter Wiener. Sein neuer Kriminalroman »Menschenteufel« mit Kommissar Laurenz Freund in der Hauptrolle spielt ebenfalls in Wien.
Mehr zu Marcus Rafelsberger, Aktuelles und Bonusmaterial zu »Menschenteufel« sowie Kontakt zum Autor und seinen Leserinnen und Lesern finden Sie auf http://www.rafelsberger.com

Interesse: Hier gibt’s das Buch um 9,90 Euro bei Amazon!

Wollt ihr ihn hören? Am 19. Oktober 2009 liest er im Café Ritter, Wien XVI, (ab 21.30) im Rahmen der Kriminacht!

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Augmented TV – made in Austria

Durch meinen Job bin ich auf das österreichische Projekt AugmentedTV aufmerksam geworden. Und ja, ich gebe es gleich von Anfang an zu: Ich hatte mich vorher nicht wirklich mit der ganzen Technologie und der Idee dahinter beschäftigt, doch es ist interessant, die Fortschritte bei ovos media beobachten zu können.

Augmented Reality (und laut Wikipedia übersetzt: Erweiterte Realität) ist ja schon heute in vielen Alltagsdingen versteckt. Die Möglichkeit mit der Android-App via Handykamera auf ein Bauwerk zu zoomen, um dann Informationen von Wikipedia darüber zu erhalten ist im Grunde genommen schon AR.  Augmented TV macht aus dem zwar schon interaktiven (die Entscheidung was du dir wann ansiehst, liegt bei dir), aber immer noch passiven Fernsehgebrauch ein neues Erlebnis. Denn du bist eben Teil des Geschehens.

Augmented TV verbindet drei Dinge miteinander: TV, Videospiel und Internet. Vor allem wird diese Anwendung im Bereich der Bildung interessant. So arbeitet die Projektgruppe gerade an einem Educational Game über Alternative Energiequellen, wie dieser Trailer verrät:

Wer selber auch in die Welt von AugmentedTV einsteigen möchte, kann sich auf der Projekt-Homepage die Version 1.0 des Clients runterladen. Ich bin schon gespannt, wie sich das gesamte Projekt weiterentwickelt und freue mich darauf, immer wieder neue Einblicke in die AugmentedTV-Welt zu erhalten.

Und falls erwünscht, halte ich euch gerne weiter auf dem Laufenden!

Links:

Förderer:

Partner:

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Es reicht 2.0

Was habe ich Herrn Molterer für seine Worte „Es reicht“ gehasst. War er es doch, der die Regierung Gusenbauer von Anfang an sterben ließ, nur weil die ÖVP es nicht verkraftete, wieder auf Platz zwei gelandet zu sein. Durch ihre Verhinderungspolitik folgen auf 6 Jahre Stillstand und Repression weitere Monate, in denen nichts umgesetzt werden konnte.

Jetzt, nach rund einem Jahr Regierung Faymann würde ich es der ÖVP aber keineswegs verübeln, wenn sie ein weiteres Mal, diesmal mit Pröll’schem vorwurfsvollen Unterton, „Es reicht“ in die Runde schreien würden. Nachdem Schmied im Regen stehen gelassen wurde, setzt man jetzt nun alles daran, ihre Vorstellungen umzusetzen. Nachdem die Volksabstimmungsidee bei Nichtgelingen des Lissabon-Vertrages zum Auflösen der Regierung Gusenbauer führte, muss man das ja jetzt nun wieder einmal wiederholen und es von Tschechien abhängig zu machen.

Faymann ist für mich gerade einfach nur dumm. Was die Krone vor eineinhalb Jahren war, ist heute „Heute“. Boulevardpolitik mit nicht einmal annähernder sozialdemokratischem Geruch. Das müffelt nur, Herr Faymann. Und sie scheinbar ja auch. Es reicht. Ganz ehrlich!

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Apropos Integrationspolitik …

Michael Häupl, der mächtigste Landesvater der SPÖ, machte letztens einen sehr, sehr guten Vorschlag. Man solle doch ein Integrationsministeriums schaffen, oder zumindest einen Staatssekretär für Integration, und wenn das nicht klappt, mindestens einen Beauftragten in Sachen Integration. War also wirklich intelligent, diese Idee.

SP-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, ein scheinbar auch nicht ganz so dummer Politiker konnte gestern noch im Ö1 Morgenjournal dieser Idee  viel abgewinnen. Aber schließlich nur bis Werner Faymann die Reaktionen der VP abwartete, um dann einen Rückzieher zu machen. Man wolle ja keinen Streit herausfordern, jetzt, wo man womöglich etwas mehr Kanten zeigen sollte.

Marco Schreuder hat dies auf Facebook und Twitter schön zusammengefasst:

Wie in diesem Land Integrationspolitik behandelt wird, ist echt eine Schande. Die SPÖ weiß nicht was sie will und ist nur noch erbärmlich, die ÖVP glaubt noch immer Integration sei eine sicherheitspolitische Frage. Unerträglich!

So ist es. Mit genau so etwas könnte die SPÖ zeigen, dass sie für eine Lösung in der scheinbaren Ausländerproblematik ist. Und hätte zur Unmenschin Maria Fekter einen Gegenpol. Mit genau dieser Einrichtung könnte man zeigen, dass die SPÖ nach Lösungen sucht.

Im Gegensatz zu ÖVP, FPÖ und BZÖ. Diese Dummköpfe hetzen nur, man wolle mehr Sicherheit, diese verdammten Ausländer werden uns ja noch alle töten, wenn wir nichts tun. Aber Integation? Ach, nein. Sowas brauchen wir nicht. Da sieht man, was man von diesen Parteien erwarten kann. Und eben auch von der SPÖ, die sich hier nicht auf eine eigene, richtige Linie einigen kann.

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Apropos Studiengebühren …

Johannes Hahn, einer der unzähligen Ungustler der Nation (welche vor allem in der Regierung einen Platz gefunden haben), spricht im Standard-Interview ganz cool von seinem unersättlichen Wunsch, endlich die Studiengebühren wieder einzuführen.

Zuerst war ich noch etwas erschrocken, habe ich doch erst ein Semester ohne Studiengebühren miterlebt. Bis mir schließlich wieder einfiel, dass ich jetzt, an der Fachhochschule St. Pölten, ja eigentlich eh wieder Studiengebühren zahle. Die vollen (was weiß ich?) 360 Euro. Aber ich muss ehrlich sagen: ich finde es okay: Denn ich habe einen Sitzplatz im Audimax, bin nicht einer von 1.500 und die Lehrveranstaltungsvortragenden gehen auch auf mich ein.

Natürlich wäre es besser, würden die Studiengebühren auch auf der Fachhochschule verschwinden. Aber genau das ist für mich ein Grund, warum ich stets für die Abschaffung der Gebühren war: die Zustände an den Universitäten (und eben nach meiner Erfahrung: an der Uni Wien) sind unter aller Sau.

Solange nicht jeder einen Platz in einem Audimax bekommt, solange noch Leute am Boden vor dem Hörsaal eine Prüfung schreiben müssen (!), solange man von der furchtbaren Uni-Bürokratie verfolgt wird … solange werde ich keine Studiengebühren bezahlen. Während Schwarz-Blau unter Gehrer eingeführt, hatte man ja nun genug Zeit, die Unis zu reformieren und zu verbessern. Nichts ist passiert (wie in der gesamten Schwarz-Blau-Orangen Horrorregierung von 00-06).

Am Schlimmsten sind für mich jene Studenten, die nicht an eine Verbesserung der Zustände denken, wenn sie vom positiven Effekt der Studiengebühren sprechen, sondern viel eher von der Tatsache, dass sich dann eben nicht jeder das Studieren leisten kann. Solche arroganten Vollidioten haben es erst Mal gar nicht verdient, eine Hochschulausbildung zu machen, sagt doch schließlich das Geld der Eltern kaum etwas über die eigene Intelligenz aus.

Sollte die ÖVP und Hahn ihren Wunsch umsetzen wollen, und würde die SPÖ … äh … umfallen, müsse wohl irgendwo was brennen. Zumindest die ÖVP- und die SPÖ-Zentrale. Aber so dumm wird wohl nicht einmal Faymann sein.

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